FW Kollquium: Gewässermanagement

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Integriertes Wassermanagement im internationalen Rheineinzugsgebiet – warum ist es so wichtig?

Der Rhein verbindet die Alpen mit der Nordsee und ist die wichtigste Kultur- und Handelsachse Mitteleuropas. Er wird stärker und vielfältiger genutzt, als alle anderen europäischen Flüsse. In seinem Einzugsgebiet leben 60 Millionen Menschen in neun Staaten. Gemeinsam mit seinen Nebenflüssen, den unzähligen Bächen, Seen, Feuchtgebieten und dem Grundwasser bildet der Rhein ein weit verzweigtes Gewässernetz, in dem Wasser in jede Himmelsrichtung fließt, immer jedoch dem Gefälle folgend zur Nordsee.

Wasser kennt weder Landes- noch Staatsgrenzen. Auf seinem Weg zum Meer wird das Wasser – ebenso wie das Flusssystem – vielfältig genutzt. Zum Teil konkurrieren die unterschiedlichen Nutzungs- und Schutzinteressen. Sie müssen dann nach den Maßgaben des Flussgebietsmanagements im gesamten Rheineinzugsgebiet ausgeglichen werden, um die Ressourcen und Nutzungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen nicht zu gefährden. Hierbei kommt der grenzüberschreitenden internationalen Zusammenarbeit der Rheinanliegerstaaten besondere Bedeutung zu.

Die Zusammenarbeit der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) stützt sich auf die rechtliche Basis des Übereinkommens zum Schutz des Rheins sowie verschiedener Europäischer Richtlinien und Verordnungen. Über die herausfordernden Aufgaben dieser Arbeit berichtet die IKSR Geschäftsführerin Dr. Schulte-Wülwer-Leidig.

Zur Website der IKSR

Partizipatives Flussgebietsmanagement

Kollegiatin Sonja Heldt aus der Abteilung Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft der Universität Duisburg-Essen stellt im zweiten Teil des Kolloquiums kurz vor dem Abschluss die Ergebnisse ihrer Promotion vor. Darin hat sie sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie man bei der Umsetzung von Wasserinfrastrukturmaßnahmen alle Stakeholder beteiligen und damit ein von der Wasserrahmenrichtlinie gefordertes partizipatives Flussgebietsmanagement gestalten kann.

Zur Website der Abteilung Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft

Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Seminarraum T03 R02 D39

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