Universität Duisburg-Essen

Kreative Inspiration zwischen Rhein und Ruhr: Inmitten der dichtesten Hochschullandschaft Europas liegt die Universität Duisburg-Essen (UDE). 2003 durch die Fusion der Gesamthochschulen in Duisburg und Essen entstanden, gehört die jüngste Universität Nordrhein-Westfalens zu den zehn größten in Deutschland.

Beide Campi sind gut zu erreichen und bieten rund 40.000 Studierenden ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum - von den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. Hier lernen Studierende aus 130 Nationen.

Die UDE gehört in vielen Disziplinen zu den TOP 10 der forschungsstärksten deutschen Universitäten. In den vergangenen drei Jahren sind die Forschungseinnahmen um 150 Prozent gestiegen. Dafür sorgen auch die fünf Profilschwerpunkte: Nanowissenschaften, Biomedizinische Wissenschaften, Urbane Systeme, Empirische Bildungsforschung sowie Wandel von Gegenwartsgesellschaften.

In sechs Arbeitsgruppen an drei Fakultäten wird in Future Water gearbeitet:

Fakultät für Biologie: Aquatische Ökologie

Aquatische Ökologie

Themenschwerpunkte der Abteilung Aquatische Ökologie sind Biodiversität, Gewässerbewertung, Klimawandel, Neozoen, Parasitologie, Ökotoxikologie/Umweltchemie und Renaturierung. Diese werden innerhalb zahlreicher nationaler und europäischer Forschnungsprojekte bearbeitet, von denen einige von der Arbeitsgruppe selbst koordniert werden. Nähere Informationen dazu finden Sie auf den Forschungsseiten der Abteilung.

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Bernd Sures (Prof. Dr.) hat seine Forschungsschwerpunkte in der aquatischen Parasitologie und Ökotoxikologie. Sein besonderes Interesse gilt den Wirkungen von Schadstoffen und weiteren Stressoren auf aquatische Tiere. In FUTURE WATER beteiligt er sich in mehreren Teilprojekten. Sein Schwerpunkt liegt aber auf dem Projekt von Gerhard Schertzinger, der bei ihm promoviert.

bernd.sures@uni-due.de

Daniel Hering (Prof. Dr.) arbeitet seit mehr als 20 Jahren in und über Gewässer. Das Spektrum der Themen umfasst Wechselwirkungen zwischen Land und Wasser, die Rolle von Totholz sowie Bewertung und Renaturierung von Flüssen. In FUTURE WATER ist er insbesondere in das Projekt von Daniel Teschalde zu Fischpopulationen involviert.

daniel.hering@uni-due.de

Gerhard Schertzinger ist einer der FUTURE WATER Promovenden. Er hat den Bachelor- und Masterstudiengang Water Science an der Universität Duisburg-Essen absolviert und sich in seinen Abschlussarbeiten mit unterschiedlichen Analysemethoden und der Wirkung von Metallen auf unterschiedliche Organismen beschäftigt.

gerhard.schertzinger@uni-due.de

Fakultät für Biologie: Biodiversität

Biodiversität

Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Biodiversität liegt in den unterschiedlichen Aspekten der molekularen und organismischen Biologie im Spannungsfeld zwischen Diversitätsforschung, Evolutionärer Biologie und Ökologie. Dies umfasst insbesondere auch Aspekte der Phylogenie, der Populationsgenetik und der Biogeographie. Die hauptsächlichen Modellorganismen sind Protisten, da diese die zahlreichsten und diversesten, aber gleichzeitig die mit am schlechtesten untersuchten Organismen sind. Darüber hinaus konzentriert sich das Forschungsinteresse an konzeptionellen Fragestellungen an den Schnittstellen der ‚etablierten’ Fachbereiche, wie der Schnittstelle zwischen Bio- und Geowissenschaften. Solche interdisziplinären Ansätze sind auf ein multidisziplinäres Forschungsumfeld angewiesen. Dies wird durch eine intensive Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke und enge Kooperation ermöglicht.

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Jens Boenigk (Prof. Dr.) ist Leiter der Arbeitsgruppe Biodiversität an der Fakultät für Biologie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Evolutionärer Ökologie, Organismischen Interaktionen, Systembiologie sowie Biogeographie und Klimawandel.

jens.boenigk@uni-due.de

Julia Nuy promoviert in der Abteilung im Rahmen von FUTURE WATER. Ihre Abschlussarbeiten zum Bachelor und Master befassten sich mit der Entwicklung von molekularen Methoden für vergleichende Diversitätsstudien und der bioinformatischen Aufbereitung von Next-Generation-Sequencing-Daten. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie den Einfluss von Überschwemmungsereignissen auf die Zusammensetzung und Funktion von Mikroorganismen an der Boden-Wasser-Schnittstelle.

julia.nuy@uni-due.de

Fakultät für Chemie: Biofilm Centre/Aquatische Mikrobiologie

Biofilm Centre/Aquatische Mikrobiologie

Wichtige Lebensprozesse laufen an Grenzflächen ab. Beispielsweise leben die meisten Mikroorganismen der Erde an Grenzflächen. Diese können fest-flüssig, flüssig-flüssig, flüssig-gasförmig sein, sie können sich sogar selbst als Grenzflächen dienen. Allen ist gemeinsam, dass sie in eine Matrix aus extrazellären polymeren Substanzen (EPS, „Schleim") eingebettet sind, in denen sie stabile, synergistische Mikrokonsortien bilden können, leichter Gene austauschen können, über einen großen Genpool verfügen und gegenüber Bioziden geschützt sind. Die EPS-Matrix hat sorbierende Eigenschaften und kann Nährstoffe akkumulieren, was für das Leben unter Hunger-Bedingungen entscheidend ist.

Auch die Biotechnologie macht sich Biofilme bereits in vielfacher Weise nutzbar. Dies reicht vom Einsatz immobilisierter, d.h. oberflächengebundener Enzyme und Mikroorganismen über die Abwasserreinigung mit Biofilm-Reaktoren, die biologische Abfallbehandlung bis zur mikrobiellen Laugung von Erzen. Das Potential, das in einem tieferen Verständnis der Rolle von Grenzflächen für die dort ablaufenden Prozesse und ihre Optimierung liegt, wird bislang von der Biotechnologie noch unterschätzt.

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Rainer Meckenstock (Prof. Dr.) ist Leiter für Aquatische Mikrobiologie des Biofilm Centre an der Universität Duisburg-Essen. Beim Projekt "Viren in Biofilmen" betreut er die Arbeit von Martin Mackowiak als Erstgutachter.

rainer.meckenstock@uni-due.de

Jost Wingender (Dr.) ist Leiter der Forschungsgruppe “Pathogene in Biofilmen” in der Arbeitsgruppe Aquatische Mikrobiologie am Biofilm Centre der UDE. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wasserhygiene mit Aspekten des Vorkommens und der Bewertung pathogener Mikroorganismen in Biofilmen von natürlichen Gewässern und technischen Wassersystemen sowie im Bereich der Forschung an extrazellulären polymeren Substanzen in Biofilmen. Im Projekt „Viren in Biofilmen“ ist er Begleiter der Promotion von Martin Mackowiak.

jost.wingender@uni-due.de

ist Doktorand in den Abteilungen Aquatische Mikrobiologie des Biofilm Centre der UDE sowie der Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin der RUB. Er hat sein Bachelor- und Masterstudium im interdisziplinären Fach „Water Science“ an der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen und sich im Rahmen seiner Abschlussarbeiten auf Fragestellungen der Wasserhygiene spezialisiert.

martin.mackowiak@uni-due.de

Fakultät für Chemie: Instrumentelle Analytische Chemie

Instrumentelle Analytische Chemie

In der Abteilung Instrumentelle Analytische Chemie (IAC) an der UDE arbeiten ca. 50 Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studierende an Themenschwerpunkten in den Bereichen Entwicklung und Anwendung analytischer Verfahren (Trenntechniken (GC, LC), Probenvorbereitung, Isotopenanalytik und Ionenmobilitätsspektrometrie) sowie Wasserchemie/-technologie (Sorption, Oxidationsprozesse). Weitere Informationen können Sie der Webseite der Abteilung und dem dort zum Download verfügbaren Flyer der AG entnehmen.

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Torsten C. Schmidt (Prof. Dr.) ist derzeit Vorsitzender der Wasserchemischen Gesellschaft in der GDCh und des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung an der UDE. In FUTURE WATER interessiert er sich mit Oliver Knoop in einer Kooperation mit Bernd Sures für die Bewertung von Transformationsprodukten aus Oxidationsprozessen in der Abwasseraufbereitung. Er ist zudem Konsortialsprecher von FUTURE WATER.

torsten.schmidt@uni-due.de

 

Oliver Knoop hat seinen Bachelor und Master in Water Science an der Uni DUE absolviert. Seine Bachelorarbeit hat er über Anwendbarkeit von Microbial Fuel Cells zur Abwasseraufbereitung in England am Bristol Robotics Laboratory und seine Masterarbeit zur Evaluierung einer neue entwickelten Ionenquelle bei Prof. Schmitz an der Uni DUE durchgeführt.

 

oliver.knoop@uni-due.de

Fakultät für Ingenieurwissenschaften: Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft

Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft

Die Schwerpunkte im Bereich Siedlungswasserwirtschaft (Arbeitsgruppe Denecke) liegen im Bereich der Biologie umweltrelevanter Systeme wie z. B. Kläranlagen, Biofilter und Deponien. Ziel der Forschungsvorhaben ist die Messung der Leistungsfähigkeit und der Zusammensetzung der mikrobiellen Biozönose. Weiterhin werden Fragen der Umweltethik und Akzeptanz in Forschung und Lehre behandelt.

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Martin Denecke (Prof. Dr.) arbeitet seit über 25 Jahren im Bereich zwischen Mikrobiologie und Bauingenieurwesen. Er untersucht mikrobielle Systeme z. B. in Kläranlagen oder auf Deponien mit dem Ziel, Planung und Betrieb der Abwasserreinigung zu verbessern. Seit 5 Jahren beschäftigt er sich in Lehre und Forschung mit gesellschaftlichen Fragen des Umweltschutzes. In Future Water wird er zusammen mit Frau Sonja Heldt grundlegenden Akzeptanzproblemen, die z.B. typisch für Infrastrukturmaßnahmen sind, auf den Grund gehen.

martin.denecke@uni-due.de

Sonja Heldt (M. Sc.) ist bereits mit der Wahl des Bachelorstudium im Fach Water Science in das Thema Wasser eingestiegen und sich so chemische und mikrobiologische Kenntnisse angeeignet. Mit dem Masterstudiengang Transnational ecosystem-based Water Management erweiterte Sie diese um ökologische, soziale, technische und ökonomische Aspekte des Flussgebietsmanagements. Sie bearbeitet nun als Doktorandin in FUTURE WATER Akzeptanzprobleme bei der Umsetzung von Wasserinfrastrukturmaßnahmen.

sonja.heldt@uni-due.de

Fakultät für Ingenieurwissenschaften: Wasserbau und Wasserwirtschaft

Wasserbau und Wasserwirtschaft

Das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing André Niemann beschäftigt sich mit vielfältigen Fragestellungen rund um das Thema Wasser. Die Mitarbeiter setzen sich mit der Bewirtschaftung und Nutzung von Gewässern, dem Schutz vor Hochwasser sowie dem Schutz bzw. dem Erhalt natürlicher Gewässer auseinander. Interessensschwerpunkte hierbei sind unter anderem die Wasserkraft und die Gewässergüte. Für die Ausbildung von Studierenden bietet das Institut Lehrveranstaltungen für nationale und internationale Bachelor- und Masterstudiengänge an. Dabei werden Grundlagen und vertiefte Kenntnisse in der Planung wasserbaulicher Anlagen, Hydraulik und Sedimenttransport sowie wasserwirtschaftlichen Konzepten gelehrt.

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André Niemann (Prof. Dr.-Ing.) leitet seit 2010 das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Zuvor arbeitete er mehr als zehn Jahre als Ingenieur in unterschiedlichen Führungspositionen in einem deutschlandweit tätigen Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft (DAHLEM). Dort war er planerisch verantwortlich für Großprojekte, unter anderem im Emscher-Umbau, dem aktuell größten wasserwirtschaftlichen Renaturierungsprojekt Europas. Seine Forschungsschwerpunkte an der Universität Duisburg-Essen liegen besonders in der nachhaltigen Wasserkraftnutzung, dem Hochwasser- und Gewässergütemanagement und der Erfolgskontrolle von Renaturierungsmaßnahmen.

andre.niemann@uni-due.de

Daniel Teschlade (Bauingenieur, M. Sc.) promoviert an der Universität Duisburg-Essen am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft. Seinen Master-Abschluss im Bauingenieurwesen absolvierte er ebenfalls an der Universität Duisburg-Essen in der Vertiefungsrichtung „Infrastruktur und Umwelt“. Die Schwerpunkte seines Studiums wurden dabei besonders auf die Bereiche des Wasserbaus und der Siedlungswasserwirtschaft gelegt. In seiner Doktorarbeit untersucht er Auswirkungen einer Kette von Querbauwerken und Wasserkraftanlagen und deren kumulative Wirkung auf diadrome und potamodrome Fischpopulationen.

daniel.teschlade@uni-due.de

Fakultät für Geisteswissenschaften: Institut für Philosophie

Hans-Werner Ingensiep (Prof. Dr.) hat seine Forschungsschwerpunkte in der theoretischen und praktischen Biophilosophie und Anthropologie. Weiterhin beschäftigt er sich mit aktuellen und historischen Problemen in der Naturphilosophie, Bio- und Umweltethik. In FUTURE WATER betreut er zusammen mit Martin Denecke Frau Sonja Heldt bei dem Projekt zu Akzeptanzproblemen bei der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Wasserinfrastruktur.

H.W.Ingensiep@uni-due.de