Wasseraufbereitung in China

Der stark anthropogen geprägte Tai See ist der drittgrößte See in China und dient als Trinkwasserressource für mehrere Millionen Menschen. Die Schadstoffbelastung aus Landwirtschaft, Industrie und kommunalen Abwässern bedeutet nicht nur ein Risiko für die Umwelt, sondern stellt auch eine Herausforderung für die Trinkwasserwerke dar. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im SIGN Projekt (SIno-German Network) zielt darauf ab, bewährte Technologien und Managementkonzepte aus Deutschland an die Bedingungen in China anzupassen, um mit Modellcharakter langfristig eine sichere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten.

Ein Teil des Projektes ist die Überwachung und Bewertung von organischen Schadstoffen im Roh-, sowie derer Transformationsprodukte im Prozesswasser nach verschiedenen Stufen der Trinkwasseraufbereitung. Dazu werden in zwei Trinkwasserwerken in China - unter Berücksichtigung der Retentionszeiten - Proben entnommen. Die Kombination aus target/non-target Analyse und zellbasierten Toxizitätstests ermöglicht dabei nicht nur die Bewertung der Eliminationsraten sondern auch die sich veränderten zytotoxischen, endokrinen und gentoxischen Effekte, die auf toxische Transformationsprodukte hindeuten können. Zudem wird die Schadstoffbelastung des Sediments quantifiziert, um die Rolle des Sediments als Schadstoffquelle genauer zu untersuchen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, wird mit dem Projektkonsortium ein Risikomanagement erarbeitet, um die Wasserqualität im See langfristig zu verbessern und die Trinkwasseraufbereitung weiterhin zu optimieren.

Team

  • Kollegiatin: Cora Schmid
  • Betreuerin: Prof. Dr. Elke Dopp (UDE, IWW Zentrum Wasser)
  • Betreuer: Prof. Dr. Christoph Schüth (TU Darmstadt)
  • Mentor: Dr. Tim aus der Beek (IWW Zentrum Wasser)